Mit Fahrrad (und Flamingo) von Leipzig bis zu den Alpen
10. September 2026 | Autor: Jonas Brauny, redaktionelle Mitarbeit: Lukas Kube
Ein Rückblick auf die 26. HTWK-Radtour „Bergfest“ vom 8. bis 16. August 2026

Allgemeines zur HTWK-Radtour
Die HTWK-Radtour ist längst eine feste Institution an der HTWK Leipzig. Seit 2001 heißt es jedes Jahr unmittelbar nach den letzten Klausuren: Fahrräder satteln und gemeinsam losfahren!
Dabei geht es um weit mehr als nur Kilometer und Höhenmeter. Die Radtour verbindet sportliche Aktivität mit Gemeinschaft und bietet die Gelegenheit, die Menschen der HTWK Leipzig einmal abseits von Hörsaal, Büro und Labor kennen zu lernen.
Die HTWK-Radtour ist für alle Leistungslevel geeignet. Ein zusätzlicher Gepäcktransport sorgt dafür, dass unterwegs nur das Nötigste am Fahrrad verstaut werden muss. Abseits der Strecke wird ein abwechslungsreiches Begleitprogramm für besondere Gemeinschaftserlebnisse und bleibende Erinnerungen geboten.
Initiiert wurde die Radtour damals vom Schirmherrn, Professor Rüdiger Ulrich. Heute organisiert eine Gruppe aus aktuellen und ehemaligen Studierenden der Hochschule die Fahrt.
Ein Bericht von Jonas Brauny und Lukas Kube
Unsere diesjährige Radtour startete wie gewohnt am Samstagmorgen (8. August 2026) vor der Bibliothek der Hochschule. Nachdem die letzten Gepäckstücke abgegeben waren, eröffneten Prof. Rüdiger Ulrich und HTWK-Rektor Prof. Jean-Alexander Müller die Tour – anschließend ging es auch schon los.

Tag 1: Von Leipzig ins Thüringer Vogtland
Die erste Etappe führte uns durch den Leipziger Süden und entlang des Elsterradwegs nach Zeitz. Dort stellte eine Führung durch das „Unterirdische Zeitz“, ein bis ins Mittelalter zurückreichendes System aus Kellern, das erste Highlight der Tour dar. Am Nachmittag ging es weiter entlang der Elster über Gera nach Weida. Dort wurden wir vom Pfarrer der Gemeinde in seinem Pfarrgarten empfangen, wo wir unsere Zelte für die erste Nacht aufbauten. Nach dem gemeinsamen Kochen und Abendessen bestand noch die Möglichkeit, an einer kleinen Führung durch die Kirche teilzunehmen.
Tag 2: Höhenmeter und Hitze an den Talsperren
Die zweite Etappe gehörte trotz der vergleichsweisen wenigen Kilometer aufgrund der vielen Höhenmeter und der hohen Temperaturen zu den anspruchsvollsten der Tour. Sie führte uns entlang der Talsperre Zeulenroda in Richtung Burgk, wo einige die Gelegenheit nutzten, das historische Schloss zu besichtigen. Am Nachmittag ging es weiter an der Bleilochtalsperre entlang bis zu unserem Tagesziel, dem Campingplatz in Harra.
Tag 3: Vom Flussbad ins Kloster
Tag 3 begann, wie Tag 2 endete: mit Höhenmetern. Nach den ersten Anstiegen folgten eine lange Abfahrt sowie eine willkommene Abkühlung beim gemeinsamen Baden im Fluss. Anschließend ging es entlang der Rodach durch die Altstadt von Kronach bis an den Main. Am Abend wurden wir im Kloster Abtei Maria Frieden herzlich empfangen und durften unsere Zelte im Klostergarten aufbauen. Eine kleine Führung durch das Kloster und ein Vortrag über dessen Geschichte rundeten den Abend ab. Außerdem haben wir an diesem Abend begonnen, gemeinschaftlich die diesjährigen Radtour-Shirts zu bedrucken.


Tag 4: 170 Kilometer bis zum Altmühlsee
Mit 170 Kilometern stand am vierten Tag die längste Etappe der gesamten Tour auf dem Programm. Wer die Strecke nicht komplett fahren konnte oder wollte, hatte die Möglichkeit, einen Teil mit dem Zug zurückzulegen. Die Route führte durch die Bamberger Altstadt und entlang des Main-Donau-Kanals nach Erlangen, wo viele im Schlossgarten eine erste längere Pause einlegten. Danach ging es entlang der Regnitz weiter nach Nürnberg. Dort führte unser Weg an der historischen Altstadt und am ehemaligen Reichsparteitagsgelände vorbei. Anschließend folgten wir dem Alten und Neuen Main-Donau-Kanal weiter nach Süden. Der letzte Abschnitt führte entlang des Brombachsees, an dem wir vergeblich Ausschau nach den dort heimischen Welsen hielten. Am Altmühlsee endete schließlich ein langer und anstrengender Tag.
Tag 5: Sonnenfinsternis und Lagerfeuerromantik
Am Mittwoch konnten wir es mit „nur“ 70 Kilometern deutlich entspannter angehen lassen. Die Etappe selbst bot nur wenige besondere Zwischenstopps, dafür entwickelte sich der Abend zu einem der schönsten der Tour. Damit alle gemeinsam die bevorstehende Sonnenfinsternis anschauen konnten und auch das eingeteilte Kochteam dabei sein konnte, fanden sich spontan ein gutes Dutzend Helfer zusammen, um das Abendessen möglichst schnell vorzubereiten. Anschließend ging es gemeinsam zum Baggersee, wo wir uns abkühlten und zusammen die Sonnenfinsternis verfolgten. Nach dem Essen kamen fast alle Teilnehmenden noch am Lagerfeuer zusammen. Mit Gitarre und gemeinsam gesungenen Liedern entstand schnell eine gesellige Stimmung, die auch auf andere Gäste des Zeltplatzes übersprang.
Tag 6: Erste Blicke auf die Alpen
Die vorletzte Etappe führte uns von der Donau am Lech entlang bis nach Augsburg. Dort nutzten viele die Gelegenheit, den Augsburger Dom zu besichtigen. Anschließend ging es durch den Augsburger Stadtwald und weiter entlang des Lechs stetig ins Alpenvorland. Am Horizont waren schließlich die ersten Gipfel der Alpen zu erkennen.




Tag 7: Angekommen am Alpenrand
Am Freitag führte uns die letzte Etappe weiter in Richtung Alpen.
Zwischen den letzten Anstiegen boten der Ammersee und der Starnberger See Gelegenheit für eine Abkühlung. Außerdem gab es entlang der Strecke die Möglichkeit, sich in einer der Klosterbrauereien auch von innen zu erfrischen. Schließlich erreichten wir mit Kochel am See das Ziel der diesjährigen Radtour.
Tag 8: Wandern, Baden und Abschied nehmen
Am Samstag ließen wir die gemeinsame Woche mit einer kleinen Wanderung ausklingen. Den Nachmittag gestaltete jeder nach seinen eigenen Vorstellungen. Mit einer Tretbootfahrt, einem Volksfestbesuch, einem Bad im See oder einer kleinen Gipfelbesteigung.
Nach einer stürmischen letzten Nacht traten wir am Sonntag gemeinsam die Rückreise mit dem Bus an.
Bis zum nächsten Jahr!
Vielen Dank an alle, die diese Radtour zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben.
Wir sehen uns nächstes Jahr bei der 27. HTWK-Radtour!


Weiterführende Informationen
Allgemeiner Kontakt
Für Rückfragen stehen wir unter der E-Mail-Adresse
hochschul.radtour (at) htwk-leipzig.de
zur Verfügung.